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NEWSKooperation zwischen der Gewerblichen Schule im Hoppenlau und der SFT

18. Juni 2020by Sandra Staerkle
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Kein Abschluss ohne Anschluss - dieses Ziel verfolgen die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau GSIH:TO, Stuttgart und die in Uzwil ansässige Schule für Futtermitteltechnik (SFT) mit der am 16.04.2020 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung.

Kein Abschluss ohne Anschluss – dieses Ziel verfolgen die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau GSIH:TO, Stuttgart und die in Uzwil ansässige Schule für Futtermitteltechnik (SFT) mit der am 16.04.2020 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung. Im Bereich der Mischfutterproduktion bietet die engere Zusammenarbeit ein erhebliches Potential in der Ausbildung hervorragender Fachkräfte für den nationalen und internationalen Einsatz. So soll den Absolventen des Meisterkurses an der GSIH  Diplomkurs in Mischfutter der SFT die Möglichkeit geboten werden, über das bisher erlernte Wissen hinaus aktiv und praxisnah moderne Anlagen sowie Verfahrenstechnologien zu verstehen und zu bedienen. Der Schulleiter der SFT, Lothar Driller, betont die Wichtigkeit der Verzahnung der jeweiligen Fortbildungen und der besonderen Bedeutung, den zunehmend höheren Anforderungen an die Vielfalt von Endprodukten sowie den immer anspruchsvolleren Wettbewerbsbedingungen in der Mischfutterindustrie gerecht zu werden. Moderne Themengebiete wie z.B. die Digitalisierung der industriellen Produktion, die Sensorik oder das Energiemanagement schaffen ständig neue Herausforderungen. Betriebe können nur dann mithalten, wenn das Wissen der Belegschaft auf dem aktuellen Stand ist. Der dadurch entstehende Bedarf in den Produktionsstätten macht sehr gut ausgebildete aber auch flexible und breit aufgestellte Führungskräfte auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik unentbehrlich. Durch das zusätzlich erlangte technologische Fachwissen auf dem Gebiet der Futtermüllerei sind die Absolventen in der Lage, in unterschiedlichen Produktionsbereichen eine leitende Funktion zu übernehmen. Des Weiteren kann Lothar Driller sich einen konstanten Austausch der Fachkollegen der kooperierenden Schulen vorstellen und somit können durch den Transfer unterschiedlicher Wissensquellen Synergieeffekte herbeigeführt werden, die letztendlich den Schülern wieder zugutekommen.

Die Kooperation berechtigt Absolventinnen und Absolventen der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau GSIH:TO zur direkten Teilnahme am Intensivkurs des SFT Diploms (Wegfall der obligatorischen Teilnahme am Vorbereitungskurs auf Korrespondenzbasis). Die Erfahrung zeigt bislang, dass der Aufwand zur Bewältigung des Vorbereitungskurses (12 Wochen) bei durchschnittlich 10-15 Stunden pro Woche liegt. Dies bietet jetzt interessierten Personen eine ideale Möglichkeit das Diplom der SFT im direkten Anschluss an die Meisterprüfung zu erwerben und die Doppelbelastung durch Beruf und Vorbereitungskurs zu vermeiden. Die Termine für die nächsten beiden Diplomkurse stehen bereits fest. Der englischsprachige Kurs startet im Januar 2021 und der deutschsprachige Kurs im Januar 2022. Anmeldungen sind bereits auf der SFT Webseite möglich (Teilnehmerzahl begrenzt).

 

Über die Schule für Futtermitteltechnik

Die Schule für Futtermitteltechnik (SFT) ist bestrebt Fachkräften aus der Futtermittelindustrie und anverwandten Industrien in erster Linie praxisbezogenes Fachwissen zur Herstellung von Mischfutter zu vermitteln. Insbesondere ein erfolgreicher Abschluss des „Diplomkurses in Mischfuttertechnik“ verschafft den Absolventen die Voraussetzung sämtliche modernen Verfahrenstechnologien und Prozesse in einem Mischfutterwerk zu verstehen, zu bedienen und in der Praxis sinnvoll umzusetzen. Aufgrund eines Praxisanteils von rund 50%, einer einzigartigen Infrastruktur und einer Vielzahl an praxiserfahrenen Dozenten gehört der Diplomkurs weiterhin zu einer der seltenen und qualitativ hochwertigen Weiterbildungsmöglichkeiten für Futtermüller.

 

Über die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau

Die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau versteht sich unter anderem als Kompetenzzentrum für die Ausbildung in den Nahrungsberufen. Im Nahrungsbereich werden die Verfahrenstechnologen Mühlen- und Getreidewirtschaft ausgebildet. Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Meisterschule Müller zu besuchen. Es wird empfohlen, vor dem Besuch der Meisterschule Müller einige Zeit als Gesellin oder Geselle zu arbeiten. Mit dieser Berufserfahrung ist die Meisterausbildung noch gewinnbringender. Der Meisterkurs beginnt im September und schließt im Februar mit der Meisterprüfung ab. Die Teilnehmer erlangen den klassischen Meisterbrief im Müllerhandwerk. In vier Prüfungsteilen werden dadurch betriebswirtschaftliche und arbeitspädagogische Kenntnisse sowie ein fundiertes fachtheoretisches und fachpraktisches Wissen nachgewiesen. Mit diesem Abschluss sind weitere Fortbildungsmöglichkeiten verbunden. So ist eine Anrechnung von einem Jahr bei der Lebensmitteltechnikerausbildung möglich und sogar die Aufnahme eines Hochschulstudiums ohne Abitur.

Nach erfolgreichem Besuch der Meisterschule können die Teilnehmer mit einer Mehl- oder Schälmüllerorientierung den Diplomkurs an der SMS-St. Gallen besuchen. Um für die Meisterkursteilnehmer mit Futtermittelorientierung eine solche Anschlussqualifikation zu ermöglichen, wurde diese neue Kooperation mit der Schule für Futtermitteltechnik geschlossen. Nun haben die zukünftigen Futtermittelexperten die Möglichkeit in kurzer Zeit sehr vertiefte Kenntnisse in der Futtermitteltechnologie zu erwerben.